Workshops & Schulung

KI-Workshop im Unternehmen: Ablauf, Dauer und was am Ende herauskommt

Ein Workshop ist kein Vortrag mit Übungen. Er lohnt sich erst, wenn die Teilnehmenden mit eigenen Aufgaben arbeiten und am Ende etwas mitnehmen, das im Betrieb weiterlebt. Dieser Beitrag beschreibt einen Aufbau, der sich in der Praxis bewährt hat – inklusive der Punkte, an denen Workshops regelmässig scheitern.

Workshop-Teilnehmende diskutieren in Gruppen, vorne die Aufgabe «Interne GPTs & Chatbots: PRO und CONTRA»
Future Areas Tagung: Gruppenarbeit PRO und CONTRA zu internen GPTs

Vorbereitung: ohne Anwendungsfälle kein Workshop

Zwei Wochen vor dem Termin sammeln wir bei den Teilnehmenden je zwei bis drei Aufgaben aus ihrem Alltag, die sich wiederholen und Zeit kosten. Diese Liste ist das Material des Tages. Ohne sie entsteht ein Werkzeug-Rundgang, der nach drei Wochen vergessen ist.

Parallel klären wir die Rahmenbedingungen: Welche Systeme sind im Einsatz, welche Daten dürfen verwendet werden, gibt es eine interne Richtlinie für KI-Werkzeuge? Gibt es keine, ist ein erster Entwurf oft das wertvollste Ergebnis des Tages.

Agenda eines Workshop-Tages

  1. Einordnung (45 Min.) – was Sprachmodelle tun, was sie nicht tun und warum sie manchmal überzeugend falschliegen.
  2. Spielregeln (30 Min.) – welche Daten hineindürfen und welche nicht: Kundendaten, Personaldaten, Verträge, Gesundheitsdaten. DSG und DSGVO praktisch statt juristisch.
  3. Handwerk (90 Min.) – die mitgebrachten Aufgaben selbst bearbeiten: Anweisungen formulieren, Ergebnisse prüfen, nachschärfen.
  4. Automatisieren (90 Min.) – von der Einzelaufgabe zum wiederholbaren Ablauf: Vorlagen, Schnittstellen und die Frage, wo sich eine echte Integration lohnt und wo nicht.
  5. Bewerten und priorisieren (60 Min.) – alle Ideen auf eine Matrix aus Aufwand und Nutzen, dann die ersten drei Schritte mit Verantwortlichen und Terminen.
Interaktive KI-Präsentation in kleiner Runde am Google Cloud Forum
Präsentation am Google Cloud Forum

Gruppengrösse, Dauer, Zusammensetzung

Referent erklärt auf der Folie «Chatbots» die Vorteile unter dem Motto «Ihre Daten. Ihre Kontrolle.»
Future Areas Tagung: Chatbots – «Ihre Daten. Ihre Kontrolle.»

Was am Ende vorliegt

Alles andere – Zufriedenheitswerte, gute Stimmung – ist angenehm, aber kein Ergebnis.

Die vier häufigsten Gründe, warum ein KI-Workshop verpufft

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein KI-Workshop?

Ein halber Tag (drei bis vier Stunden) für Grundlagen und erste eigene Anwendungen, ein ganzer Tag, wenn auch Automatisierung und eine Nutzungsrichtlinie entstehen sollen.

Brauchen die Teilnehmenden Vorwissen?

Nein. Vorausgesetzt wird nur, dass jede Person zwei bis drei eigene Aufgaben mitbringt, die regelmässig Zeit kosten.

Dürfen im Workshop echte Firmendaten verwendet werden?

Nur nach vorheriger Klärung. In der Regel arbeiten wir mit anonymisierten oder unkritischen Daten, bis die interne Richtlinie steht und die eingesetzte Umgebung geprüft ist.

Kann der Workshop bei uns vor Ort stattfinden?

Ja, in der ganzen Schweiz und in Liechtenstein. Online ist möglich, vor Ort ist für die Arbeitsphasen aber deutlich wirksamer.

Keynote oder Workshop planen?

Sagen Sie uns Datum, Publikum und Zeitfenster – wir melden uns innert zwei Arbeitstagen mit einem Themenvorschlag.